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Was gibt es Historisches
zu Waldshut?

Geschichte der Stadt Waldshut

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts durch Rudolf von Habsburg erbaut, erlangte die strategisch günstig gelegene Festung schnell große Bedeutung und wurde schließlich zum Sitz des vorderösterreichischen Waldvogts ernannt. Als wichtige Verwaltungsbehörde Habsburgs war Waldshut jedoch den Eidgenossen schnell ein Dorn im Auge, sodass diese schließlich 1468 aufbrachen, um die Festungsstadt einzunehmen. Nach sechs Wochen zäher Belagerung mussten die Eidgenossen schließlich unverrichteter Dinge wieder abziehen und Waldshut feierte zum ersten Mal sein großes Fest, die Chilbi.

Jahrzehnte später, im Jahr 1524/25, schloss sich die florierende Handelsstadt der Reformation an. Doch auch trotz der tatkräftigen Unterstützung der beiden badischen Revolutionäre Thomas Münzer und Balthasar Hubmaier, gelang die Loslösung vom katholischen Hause Habsburg nicht. Im Dreißigjährigen Krieg war die Stadt allein im Jahr 1633 dreimal Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen schwedischen und kaiserlichen Truppen.

Erst ab 1717 regte sich der Widerstand wieder in der Hochrheinstadt und bis 1748 lehnten sich die Bauern der Region in den sogenannten Salpetererkriegen mehrmals empfindlich gegen die Habsburger auf. Doch die endgültige Trennung von Habsburg gelang erst im Zuge der Koalitionskriege nach der Französischen Revolution, sodass Waldshut 1803 glücklich dem Land Baden eingegliedert werden konnte. Im Rahmen der Gemeindereformen 1975 erfolgte schließlich die Zusammenführung der beiden Städte Waldshut und Tiengen sowie der insgesamt zehn umliegenden Gemeinden zur Doppelstadt Waldshut-Tiengen.

Wissenswertes

Beim Bummel durch die historische Altstadt von Waldshut wird deren wechselvolle Geschichte schnell wieder lebendig: Da erinnern die mittelalterlichen Stadttore an die altehrwürdige Handelsstadt Waldeshut. Das Greifeneggschlösschen aus dem Jahr 1404 zeugt von der einstigen Wehrhaftigkeit der Festungsstadt Waldshut.

Im Kaufhaus May in der Kaiserstraße schwebt noch ein Hauch des mondänen Hotels Rebstock, das von 1577 bis 1958 den Inbegriff der Hochrheinromantik verkörperte und Prominenz aus nah und fern anzog. Das barocke Rathaus mit dem Schultheißschen Haus beweist hingegen im historisch-prachtvollen Duett: Waldshut war auch auf politischem Parkett schon immer eine wichtige Adresse.

Seit der Einrichtung der Fußgängerzone in der Kaiserstraße 1989 verläuft zudem der Stadtbach wieder oberirdisch und mitten durch das Zentrum, sodass er in den Sommermonaten zum beliebten Treffpunkt der Kinder wird. Dieses Vergnügen lässt sich aber auch gerne auf dem benachbarten Spielplatz Johannisplatz oder den anderen fünf Kinderspielplätzen im Stadtgebiet erleben. Wer mehr über die Stadt, ihre Geschichte und Kultur erfahren möchte, der nimmt einfach an einer Stadtführung teil oder erkundet die Region ganz individuell mit dem Leih-E-Bike.

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